Seit 1950 gedenken wir an diesem Tag zur Abschaffung der Sklaverei gefeiert. Er erinnert an den Kampf gegen Sklaverei und Menschenhandel und betont die Bedeutung der Menschenwürde und der Menschenrechten für alle. Er ist ein Aufruf, sich für eine gerechtere Welt einzusetzen.

Harriet Tubman – Die Frau, die das Licht der Freiheit trug

In den Feldern Marylands, um das Jahr 1822, wurde Harriet Tubman geboren, in Ketten, doch mit einer freien Seele.
Schon als Kind erlebte sie die Härte und Grausamkeit der Sklaverei: Schläge, Demütigung, die Trennung von Familien und dennoch glomm in ihrem Inneren eine unzerstörbare Kraft. Es war der Ruf der Freiheit, leise zuerst, dann immer lauter, bis er zu einer Macht wurde, die sie nicht mehr aufhalten konnte.

Eines Nachts, geführt von ihrem Glauben und dem Flüstern der Sterne, floh sie nach Norden. Jeder Schritt war Gefahr, jeder Atemzug ein Gebet.
Doch Harriet fand ihren Weg, getragen von Mut, Intuition und einer tiefen Gewissheit, dass kein Mensch das Recht hat, über die Seele eines anderen zu herrschen. Kaum in Sicherheit, kehrte sie zurück immer wieder, trotz der Furcht, trotz der drohenden Strafe.
Sie wurde zu einer Führerin der Underground Railroad, einem geheimen Netzwerk, das Versklavte durch Wälder, Sümpfe und nächtliche Wege in die Freiheit leitete.
„Ich habe meinen Zug nie entgleisen lassen“, sagte sie später und kein Mensch, den sie führte, wurde je gefasst.

Harriet Tubman war mehr als eine Befreierin, sie war eine Seherin, eine Frau, die sich von inneren Visionen leiten ließ.
Oft sprach sie davon, dass Gott selbst zu ihr gesprochen habe, dass die Wege, die sie ging, von einer höheren Hand geführt wurden.
Ihre Entschlossenheit war unerschütterlich, ihr Glaube eine Flamme, die selbst die dunkelsten Nächte erhellte.
Mit der Zeit wurde sie zu einem Symbol für Mut, für Mitgefühl, für die unbesiegbare Würde des Menschen.
In ihr verband sich das Irdische mit dem Geistigen: die Tatkraft einer Kriegerin und die Demut einer Dienenden.

Die Geschichte von Harriet Tubman erinnert uns daran, dass Freiheit nicht nur ein Ort, sondern ein Bewusstseinszustand ist.
Dass jede Seele, die sich erhebt, ein Licht entzündet, das auch andere den Weg erkennen lässt.
Ihr Vermächtnis lebt weiter, in jedem Menschen, der den Mut findet, das Richtige zu tun, auch wenn der Weg dunkel ist.

Buchtipp:
Harriet Tubmann: Fluchthelferin bei der Underground Railroad. Aus der Sklaverei in die Freiheit 

Filmtipp:
Harriet – der Werg in die Freiheit (Netflix)