#deinwechseljahr – „Du und die Natur!“

Warum dieser Blog?
Eines meiner Herzensthemen ist es, uns allen wieder bewusst zu machen, wie man im Rhythmus der Natur bleiben und dadurch seine Vorhaben, sei es persönlicher oder beruflicher Art, besser umsetzen kann. Es ist spannend zu erkennen, wie altes Wissen und neue, wissenschaftliche Erkenntnisse aus der medizinischen als auch der neurobiologischen Disziplin sich harmonisch in immer schon dagewesene natürliche Abläufen wiederfinden.

Altes Wissen und neuste Erkenntnisse sind keine Gegensätze, sie ergänzen sich, so dass jeder im Rhythmus und Kreislauf der Jahreszeiten (s)eine innere Stärke und Klarheit wiedergewinnen kann. Ich erzähle dir jeden Monat eine Kleinigkeit über den laufenden Monat und bauen eine kleines Spiel, ein Mitmachblatt passend zum jeweiligen Monat und unserem biologischem Rhythmus, für dich ein. So kannst du selbst für dich entdecken, wie du deinen Alltag in deinem natürlichen Rhythmus gestalten kannst.

Klicke durch die Monate…

 

Dezember – Ruhe, Einkehr und Tradition 

Kein anderer Monat steht so sehr für Traditionen und Besinnlichkeit.

Es ist eine dunkle, kalte Zeit, jedoch spürt man allerorten die Vorfreude auf die „Rückkehr des Lichts“ zur Wintersonnenwende. Weihnachtliche Dekorationen erhellen die frühe Nacht und lassen nicht nur die Kinderherzen höherschlagen. Es ist eine ruhige, geheimnisvolle Zeit, voller Glauben an Altes und Höheres. Gerade in unserer schnellen und lauten Welt sind Zeiten der Ruhe ein heiliges Gut.  Die Vorfreude ist überall spürbar, aber auch der Weihnachtsstress.

Dennoch, zu keiner Zeit im Jahr verschmelzen wir so stark mit den Naturgeistern, den Engeln, Wichteln und Elfen. Mit großem Eifer heißen wir sie Willkommen. Milch und Plätzchen für den Nikolaus und Knecht Ruprecht, Körner und Vogelfutter für die Wesen der Lüfte und Nüsse und Äpfel für die kleinen Wesen am Boden. Wir fühlen uns gerade in dieser Zeit mit allen und allem tief verbunden und geschützt durch gute Kräfte. Es ist die Zeit der Geborgenheit, der wunderbaren Überraschungen und neuen Inspirationen. Ob es nun Schenken oder Beschenkt-Werden, Tun oder Ruhen, Sinnesgenuss oder Geistesblitz sein wird – die erfüllten und erfüllenden Momente sind gerade in diesem Monat so vielfältig, dass es uns strahlend, glücklich und dankbar macht.

In der Natur haben die meisten Pflanzen Winterpause.

Jetzt ist die Zeit der immergrünen Pflanzen, den man schützende und heilende Kräfte zuschreibt. Buchsbaum, Nadelbäume, Efeu und die Stechpalme mit ihren roten Beeren und die schönste unter all diesen, die Christrose oder Schneerose. Vielleicht kennst du ja auch die magische Kraft der Nieswurz-Gewächse aus den Märchen aus Tausendundeine-Nacht.

Die Christrose ist die Lichtbringerin, die durch die Dunkelheit dringt, wenn sich in der Adventszeit und den Rauhnächten die Energie in uns und auf der Erde wandelt. Wenn die kleinen Sternblüten der Weihnachtszeit für dich erblühen, trotz der Unwirtlichkeit der Natur, schenken sie dir die große Kraft des Durchhaltevermögens. Sie signalisieren dir, dass keine Unannehmlichkeiten dich von deinem Vorhaben abbringen können. Trotz ihrer Zartheit ist sie sehr robust und ermutigt dich damit, darauf zu vertrauen, dass du allen Herausforderungen gewachsen bist. In den dunklen Momenten kann sie dir Licht schenken, damit du deinen Weg, egal was gerade um dich herum geschieht, findest. Diese Kraftblume macht dich unerschütterlich. Sie stärkt dich in deinem Herzen, damit du auch in der Dunkelheit, anderen dabei helfen kannst ihr Licht wiederzufinden. Nutze gedanklich diese Kraft, denn, oft ist es erst einmal unüberschaubar, auf welche Veränderung wir uns einlassen oder welche neue Richtung wir einschlagen sollten. Die Adventszeit und vor allem die Rauhnächte helfen bei der Orientierung.  Die vier Adventssonntag und die Rauhnächte symbolisieren die vier Jahreszeiten bzw. die zwölf Monate des Jahres. Du kannst deshalb bestimmte Themen oder Veränderungswünsche in dieser Zeit schon einmal vorbereiten, um damit in das neue Jahr mit klarer Struktur hineinzugehen und es leichter zu haben. Unterstützende Kräfte, die wir in den Rauhnächten verinnerlichen, bleiben auch während des Jahres an unserer Seite.

Auf dem Weg zu deiner neuen Lebensqualität!
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November, Blick in die Tiefe

Der November, in früherer Zeit trug er die Namen Wintermonat, Nebelung, Nebel- und Schlachtmond. Oft hängen zu dieser Zeit die Nebel dich über dem Land und es war üblich in dieser, bereits kalten Zeit, Schweine und Schafe für den Wintervorrat zu schlachten. Man nennt ihn auch die „Phönix Zeit“, da er den Tod und die Wiedergeburt in einem enthält. Und nicht nur für unsere Ahnen begann und beginnt nun die mystische, dunkle Zeit. Sie glaubten, mit den ersten Winterstürmen daran, dass Wotan mit der Wilden Jagd und dem Heer der Verstorbenen durch den Himmel tobt. Ihr kalter Atem brachte Kälte, Frost, Eis, Schnee und ließ die Erde erstarren.

Es ist die Geisterzeit des Jahres und die Tore zu unseren Ahnen öffnen sich. So manche unheimliche Gestalt, erscheint ganz plötzlich aus dem Nichts und nicht Wenige davon – meist die kleineren Zwerge, Gnomen und Elfen – fordern Süßes, sonst gibt’s Saures. Ja, und bei allen Aufgeklärt sein, fühlen wir uns doch bei Anbruch der Dunkelheit gerade im Wald und auf weiten Wiesen und Feldern, ohne Beleuchtung, eher schaurig unbehaglich.   

Der November ist auch der Monat der Einkehr, der Besinnung und Innenschau, des Gedenkens an die Menschen, die aus der Zeit gefallen sind, unsere Ahnen. Die Pforte zum Ahnenreich, zu unserem Wurzeln, steht weit offen und du spürst das Feuer der Wandlung. Das Alte wird verschlugen um für das Neue Platz zu machen. Nun gilt es endgültige Schnitte zu machen und die noch notwendigen Herausforderungen zu bestehen. Oft werden wir in dieser Zeit mit Themen aus der Vergangenheit sowie mit Ängsten und Sorgen in unserem inneren konfrontiert. Aber auch die guten Geister sind uns in dieser Zeit sehr nah und wir sind bereit uns auch mit diesen mystischen Quellen zu verbinden. Es ist die Zeit der Rückverbindung in die eigenen Tiefen, des Loslassens, der Erkenntnis und der sicheren Entscheidungen. Wenn wir uns etwas Zeit nehmen und Ruhe gönnen, kann sie tiefes Verständnis und Heilung bringen.

In der Natur hat sich nun fast alles zurückgezogen. Die letzten Vögel begeben sich auf ihre Reise in den Süden und es wird still. Doch wenn du jetzt durch (d)einen Garten gehst, kannst du noch einige, dem Novembergrau trotzende, farbenfrohe Blüten erkennen. Die ausdauernde, krautige Chrysantheme versprüht ihre füllige Farbenpracht, auch noch dann, wenn alle anderen in die Winterruhe gehen. Sie zeigt dir, dass auch in dir, trotz einheitlichem Novembergrau, eine bunte Vielfalt vorhanden ist. Auch dann, wenn du sie möglicherweise erst jetzt wirklich erkennst. Länger als alle anderen hat sie mit ihrem Auftritt gewartet um zur richtigen Zeit hervorzukommen. So kannst auch du mit ihr erspüren, wann die richtige Zeit gekommen ist und auf deine eigenen zarten Verästelungen vertrauen. Du kannst mit ihr Rückschau halten und die Früchte der vergangenen Reifeprozesse einsammeln. Du weißt, dass du deinen Weg gegangen bist, du weißt, wie viel du auf dich genommen hast und geleistet hast. Jetzt darfst du ernten und erkennen, wieviel Kostbares dir dein Lebensweg bisher gebracht hat. Die Chrysantheme lehrt dir das Vertrauen darauf, dass du deinen Weg auch in Zukunft finden wirst. Sie ist die Starke im Alltag. Geht unerschütterlich ihren Weg und schaut wissbegierig über so manchen Zaun, bleibt dennoch mit Ihren Wurzeln fest in Mutter Erde verankert. Bei allem Neuen ist sie so auch mit der Weisheit des Alten verbunden.

Lasse los und treffe sicher deine Entscheidung!
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Der goldene Oktober

Der Oktober galt im Mittelalter als heiliger Monat. Neben den Kirchweihen, den Dankes- und Erntefesten, fanden häufig zu dieser Zeit auch Hochzeiten statt. So entstammt auch das heute größte Volksfest, das Oktoberfest, einer königlichen Hochzeitszeremonie.

Man feierte die Zeit, die Ernte war eingebracht, eingelagert und verarbeitet. Der Oktober ist seit jeher auch die Zwiebelernte und Kelterzeit. So finden traditionell vielerorts heute noch Zwiebelfeste mit Zwiebelkuchen, Federweiser und süßem Most statt. Zwiebeln sind, wie der Oktober, das Symbol für Heilung, Reinigung und Ordnung. Sicher weißt auch du von ihrer Kraft. Vom Wespenstich, über alle Arten der Erkältung bis hin zur Kräftigung unseres gesamten Organismus ist die Zwiebel eines der ältesten Hausmittel. Es gäbe viel über das Wunder Zwiebel zu erzählen, aber das werde ich an einer anderen Stelle tun 😊.

Die Natur bereitet sich nun auf den Winter vor. Einige Vögel starten ihre Reise in den Süden und nicht nur die Eichhörnchen sammeln eifrig Nüsse für ihre Winterrationen. Spinnweben, die mit Morgentau bedeckt in allen Ecken hängen, schimmern im warmen Ausklingen der Altweibersommersonne. Nebel zieht immer häufiger auf, die Blätter färben sich bunt, bis schließlich der Herbstwind sie von den Bäumen fegt und sie sie loslassen.

Während der Herbst die letzten leuchtend Farben auf unsere Wälder malt, findet unser Leben wieder mehr und mehr im Inneren statt. Auch wir schaffen nun Ordnung, um uns und in uns. Alles, was jetzt überflüssig geworden ist, können wir nun loslassen und abgeben. Zugleich werden wir an unsere Wurzeln, unsere Familie und Ahnen und unsere Familiengeschichte erinnert. Alte Themen steigen, wie die Herbstnebel, in unserem Inneren hoch, damit wir sie verarbeiten und heilen können. Es sind die letzten wärmenden Tage. In den letzten Jahren, in denen das Wandern wieder „In“ ist, nutzen viele gerade diese Zeit. Bei einer Wanderung durch die Natur, kann die Einkehr ins eigene Innere und die Auseinandersetzung mit den persönlichen Wurzeln ein erkennender und heilender Prozess sein. So ist der Oktober nicht nur der Monat der Wandlung, sondern vielmehr auch der Wanderung.

Vielleicht bis du ja gerade wandernd in den Bergen unterwegs. Aber auch wenn nicht, möchte ich heute deine Aufmerksamkeit auf den kleinen Enzian lenken. Hoch oben, auf kargen Bergen angesiedelt, muss er feste, tiefe Wurzeln bilden, um Fuß fassen zu können. Er zeigt dir, wie wichtig es ist, sich zu erden und an seine Wurzeln zu denken. Er weiß, was es bedeutet, auf dem Boden der Tatsachen zu stehen und sich nicht mit überflüssigem Ballast zu belasten. Als Überlebenskünstler in einer kargen Natur, lehrt er dich, deine Kraft gut einzuteilen und dich von Oberflächlichkeiten zu befreien. Der Enzian zeigt dir, wie auch du in deinem Inneren tiefe Wurzeln bilden kannst, damit du auch in stürmischen Zeiten in deiner Balance bleibst. Mit seiner Unterstützung kann in dir die Gewissheit wachsen, dass du aus tiefer und sicherer Quelle genährt wirst.

Erkenne deine Quellen und verbinde dich mit deinen Wurzeln!
Wenn du magst, kannst du dir hier das Mitmachblatt holen!

„Die Natur und du“, sowie die jeweiligen Mitmachblätter der

Monate Januar bis August

kannst du auf Anfrage noch erhalten.

Sende mir einfach deine Anfrage über den Kontakt oder via E-Mail:

Ab November 2021 erscheint monatlich die Reihe des Mitmach-Kalenders, beginnend mit der Sonderausgabe 

Ĉio fluas! Der Advent und die Rauhnächte – Das Tagebuch der magischen Zeit

 

 

„Du und die Natur!“, sowie die jeweiligen Mitmachblätter der Monate Januar bis September kannst du auf Anfrage noch kostenlos erhalten.

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