Mythen, Brauchtum & Traditionen im Jahreskreis
Entdecke die faszinierende Welt der Traditionen und Feste, die unseren Jahreskreis prägen! Von den fröhlichen Feierlichkeiten im Winter bis zu den bunten Bräuchen im Sommer,. Diese Seite nimmt dich mit auf eine Reise durch die kulturellen Höhepunkte des Jahres. Erfahre mehr über die Ursprünge und Bedeutungen der verschiedenen Feste, die Menschen seit Generationen verbinden. Lasse dich inspirieren, alte Traditionen neu zu entdecken und in dein eigenes Leben zu integrieren. Feiere die Vielfalt und den Reichtum unserer kulturellen Identität!
Heidnische Feiertage und ihre christliche Entsprechung im Jahreskreis
Imbolc, ein altes keltisches Fest, das den Übergang vom Winter zum Frühling, dem Neuen Jahr, markiert. Es wird vor allem noch in Irland und Schottland am 1. Februar gefeiert. Es ist eine Zeit der Erneuerung und des Wachstums, die oft mit der Göttin Brigid in Verbindung gebracht wird. Brigid ist nicht nur die Göttin des Feuers, sondern auch der Heilung, der Poesie und der Fruchtbarkeit.
Imbolc symbolisiert das Licht, das langsam zurückkehrt, und die Hoffnung auf neue Anfänge. Es ist eine Gelegenheit, die Dunkelheit des Winters hinter sich zu lassen und sich auf die kommenden Monate des Wachstums und der Fülle vorzubereiten. Viele Menschen nutzen diese Zeit, um ihre Ziele für das neue Jahr zu reflektieren und neue Absichten zu setzen.
In diesem Sinne ist Imbolc eine wunderbare Gelegenheit, um sich mit der Natur zu verbinden, kreative Projekte zu starten und die eigene innere Flamme zu entfachen. Es ist ein Fest der Inspiration und des Neuanfangs, das uns daran erinnert, dass nach jeder Dunkelheit wieder Licht kommt.
Am 2. Februar wird in vielen Kulturen Mariä Lichtmess gefeiert. Dieses bedeutende Fest, hat sowohl biblische als auch kulturelle Elemente Einflüsse. In einigen Regionen wird dieser Tag als Ende der Weihnachtszeit betrachtet, und es ist Brauch, die Weihnachtsdekorationen abzunehmen. In anderen Traditionen wird Lichtmess als Zeitpunkt für den Beginn des Frühlings angesehen, da die Tage nun länger werden und das Licht zurückkehrt. Es feiert die Darstellung Jesu im Tempel und symbolisiert das Licht, der Offenbarung und die Hoffnung, die mit der Ankunft Jesu verbunden ist.
Mariä Lichtmess hat ihre Wurzeln in der biblischen Erzählung aus dem Lukasevangelium (Lukas 2,22-40). Nach jüdischer Tradition musste eine Frau, die ein Kind geboren hatte, nach 40 Tagen eine Reinigung vornehmen. Maria, die Mutter Jesu, brachte ihren Sohn Jesus in den Tempel von Jerusalem, um ihn Gott zu weihen und das vorgeschriebene Opfer darzubringen. Dort begegnete sie dem alten Simeon, der, inspiriert vom Heiligen Geist, Jesus als das Licht der Welt erkannte. Simeon nahm das Kind in seine Arme und pries Gott, weil er nun das Heil gesehen hatte, das für alle Völker bestimmt ist.
Die Legende von Ostara und Ischtar – dem Morgen- und Abendstern
In einer Zeit, als die Welt noch jung war und die Götter oft unter den Menschen wandelten, lebten zwei mächtige Göttinnen, die für das Leben und die Fruchtbarkeit zuständig waren: Ostara, die Göttin des Frühlings, und Ischtar, die Göttin der Liebe und des Krieges.
Ostara war bekannt für ihre Fähigkeit, die Erde aus dem Winterschlaf zu erwecken. Mit ihrem goldenen Licht brachte sie die ersten Blumen zum Blühen und die Bäume zum Knospen. Die Vögel sangen in den Zweigen, und die Tiere kamen aus ihren Höhlen, um das neue Leben zu feiern. Ostara war die Hüterin des Lebens und der Erneuerung, und ihr Lächeln brachte Hoffnung und Freude in die Herzen der Menschen.
Ischtar hingegen war eine leidenschaftliche und kraftvolle Göttin, die sowohl die Liebe als auch den Krieg beherrschte. Sie war bekannt für ihre Schönheit und ihre unbändige Energie. Ischtar reiste oft zwischen den Welten, um die Herzen der Menschen zu berühren und sie zu inspirieren, ihre Träume zu verfolgen. Doch in ihrem Herzen trug sie auch die Trauer über die Zerstörung, die der Krieg mit sich brachte.
Eines Tages, als Ostara die Erde mit ihrem Licht erfüllte, bemerkte sie, dass die Menschen in einem tiefen Kummer gefangen waren. Die Kriege hatten viele Herzen gebrochen, und die Freude des Frühlings wurde von der Dunkelheit der Trauer überschattet. Ostara wusste, dass sie Hilfe brauchte, um das Gleichgewicht zwischen Leben und Tod, Liebe und Krieg wiederherzustellen.
So rief sie Ischtar zu sich. „Komm, Schwester! Lass uns gemeinsam die Herzen der Menschen heilen. Deine Leidenschaft und meine Erneuerung können die Welt verändern.“
Ischtar, berührt von Ostara’s Bitte, stimmte zu. „Lass uns ein Fest der Liebe und des Lebens veranstalten, um die Menschen zu vereinen und die Dunkelheit zu vertreiben.“ Jede von uns hat für die Menschen die gleiche zahl an Stunden.
Die beiden Göttinnen versammelten die Menschen in einem großen, blühenden Tal. Ostara ließ die Blumen in allen Farben erblühen, während Ischtar mit ihrem Gesang die Herzen der Menschen öffnete. Sie tanzten und feierten, und die Freude erfüllte die Luft.
In dieser Nacht, als der Mond hoch am Himmel stand, schenkten Ostara und Ischtar den Menschen ein Geschenk: die Fähigkeit, die Liebe in ihren Herzen zu finden, selbst in den dunkelsten Zeiten. Sie lehrten sie, dass das Leben und die Liebe untrennbar miteinander verbunden sind und dass selbst nach dem härtesten Winter der Frühling immer wiederkehrt.
Um das Fest zu krönen, erschien der Morgenstern, der für den Neuanfang und die Hoffnung steht, und der Abendstern, der für die Liebe und die Träume symbolisiert. Der Morgenstern, der die Dunkelheit vertreibt und den neuen Tag ankündigt, erinnerte die Menschen daran, dass jeder Tag eine neue Chance bietet. Der Abendstern, der die Nacht mit seinem sanften Licht erhellt, symbolisierte die Liebe, die auch in der Dunkelheit leuchtet.
Von diesem Tag an feierten die Menschen das Fest von Ostara und Ischtar – die Frühlings-Tagundnachtgleiche, ein Fest der Fruchtbarkeit, der Liebe und der Erneuerung. Jedes Jahr, wenn der Frühling kam, erinnerten sie sich an die Legende der beiden Göttinnen und daran, dass das Licht immer die Dunkelheit besiegen kann, wenn man nur an die Kraft der Liebe glaubt.
Noch heute wird die Venus nicht nur als Morgen- und Abendstern verehrt, sondern auch als Symbol für die unendliche Kraft der Liebe und der Hoffnung. Wir schauen jeden Morgen und Abend zu ihr auf und erinnerten sich daran, dass jeder Tag eine neue Chance für Freude und Erneuerung bietet.
Die Magie und der Glaube von Ostern
Das Osterfest spielt im Brauchtum vieler Länder eine zentrale Rolle und hat in mehreren Glaubensrichtungen eine besondere Bedeutung. So fanden beispielsweise die christlichen Osterfeierlichkeiten im jüdischen Pessach Fest ein Vorbild.
Für den christlichen Glauben läutet der Palmsonntag die letzte Woche der 40-tägigen Fastenzeit mit der sogenannten Karwoche oder Stillen Woche ein. So besteht die Karwoche und Ostern aus den sogenannten Kartagen (Triduum Sacrum) bestehend aus Gründonnerstag (Abendmahl), Karfreitag (Kreuztod), Karsamstag (Grabesruhe) und der Grabesöffnung und Auferstehung am Ostersonntag und Ostermontag. Das Konzil von Nicäa legte im Jahr 325 fest, dass der Ostersonntag immer nach dem ersten Vollmond nach Frühlingsanfang liegt: frühestens am 22. März und spätestens am 25. April. Bis zum Jahr 1904 dauerte das Osterfest vier Tage, wurde auf drei Tage verkürzt und umfasst heute noch den Sonntag und Montag.
Während der Begriff »Karwoche« auf das althochdeutsche Wort »chara« – Kummer, klagen, trauern – zurückgeht, hat das Wort »Ostern« wohl einen angelsächsischen Ursprung. Es leitet sich nach den meisten Quellen von »Ostara« oder »Eostre« ab, dem angelsächsischen Namen der teutonischen Göttin der Morgenröte, des Frühlings und der Fruchtbarkeit. Die Kraft dieser Feuergöttin teilt sich im Frühjahr durch die vorwärtsstürmende Energie des Lebens mit. Nach der Zeit des Ruhens im Winter entsteht die gesamte Natur wieder neu. Kräftige Farben vertreiben das grau. Tiere und auch Menschen spüren die Kraft der aufsteigenden Energie. Wir wollen diese Energie ausleben. In uns brennt das Feuer der Begeisterung und Kreativität, des Geistes, der Leidenschaft und des Mutes. Im Jahresrad ist dies die Energie, mit der wir unseren Träumen und Projekten, Kraft und Nahrung geben. Mit voller Kraft und Energie können wir nun daran arbeiten, dass sie sich manifestieren. Zum Osteras-Frühlingsfest, färbten die Frauen Eier in der Farbe des Mondblutes rot, um ihre eigene Fruchtbarkeit und die der gesamten Natur zu feiern.
Auch heute ist das beherrschende Sinnbild für Ostern, das Osterei, mehr noch als der Osterhase. Es gilt seit alters her als Symbol des Lebens, der Fruchtbarkeit und als Opfer- oder Liebesgabe. Die kirchliche Eierweihe ist schon im 4. Jahrhundert unserer Zeitrechnung nachweisbar. Funde in Worms brachten aus dieser Zeit bemalte Ostereier zu Tage. Im Mittelalter war Ostern der feste Zahlungstermin, an dem die Grundbesitzer Eier als Sachleistung für das gepachtete Land oder als Zinsen erhielten.
Erste Belege für den Osterhasen stammen aus dem Jahr 1678 von Georg Franck von Franckenau, einem Mediziner aus Heidelberg. Der Hase soll sich als Eierbringer vom Elsaß und der Pfalz in den anderen Landesteilen Deutschlands etabliert haben. Die Ostereier wurden ihm zugeschrieben, da Hennen keine bunten und verzierten Eier legen konnten.
Die Traditionen spiegeln sich in zahlreichen Osterbräuchen, aus alter und neuer Zeit wider. Es gibt vielerorts Frühlingsfeuer und Osterräder werden abgebrannt. Bäume, vor allem Obstbäume werden mit bunten Ostereiern und farbigen Bändern und Girlanden geschmückt. Auch im Haus finden wir nun bunte Eier, kleine Hasen und viel Grün. In der Karwoche wurde und wird noch heute in den Häusern fleißig gebacken, gekocht und geschmückt. Nach der langen Zeit des Fastens waren mit dem meist frühlingshaft warmen Osterfest wieder Lebenslust und Freude in die Familien und Dorfgemeinschaften eingekehrt, Kälte, Entbehrungen und Dunkelheit überwunden. Neben den Fruchtbarkeitssymbolen Eier und Hase – in jeglicher Form und Füllung – gibt es Traditionell verschiedenes geflochtenes Osterbrot, süße Osterlämmer, Ostermännchen/ -weibchen und süßes Hasenbrot aus Hefeteig, je nach Region.
Die christlichen/jüdischen Feiertage der Karwoche (Triduum Sacrum)
Nach der Karwoche wird Ostern als das Fest der Auferstehung Jesu gefeiert, dem Sieg des Lebens über den Tod. Diese tiefe Religiosität hat auch Wurzeln in vorchristlichen Frühlings-Ritualen zum Erwachen der Natur, der Sehnsucht nach dem Sonnenlicht und zahlreichen Symbolen von Fruchtbarkeit, zu denen auch die bunten Ostereier zählen.
Die orthodoxen Christen, die drittgrößte christliche Glaubensgemeinschaft, richtet sich nach dem Gregorianischen Kalender und feiert Ostern eine Woche später. Diese findet man hauptsächlich in Russland, Griechenland und in einigen meist östlichen Ländern. Die Kirchlichen Rituale sind etwas anders. Die Messen sind extra lang und dauern beispielsweise an Gründonnerstag vier Stunden. Der Höhepunkt ist am Karsamstag das „Heilige Feuer“. Es geht auf den Glauben zurück, das die Flamme auf wundersame Weise aus dem Grab Christi hervorgegangen ist. Die Menschen zünden Osterkerzen an und „Christo anesti“ – Jesus ist auferstanden, wird verkündet. In der orthodoxen Kirche wird Ostern größer gefeiert als Weihnachten.
Das jüdische Pessach Fest wird von den jüdischen Gemeinden in der Woche vom 15. bis 22. April gefeiert. Das Fest erinnert an den Auszug aus Ägypten, wonach dem Buch Moses, die Ägypter nach ihrer Befreiung aus der Sklaverei, 40 Tage durch die Wüste in das gelobte Land Israel gewandert sind. Die Rituale zum Pessach beginnen bereits einen Monat vor Pessach. Am Abend vor Pessach feiern viele jüdischen Familien gemeinsam den Senderabend mit traditionellen Gebeten und dem Senderteller mit im Uhrzeigersinn vorgegebenen Speisen. Die beiden letzten Festtage beinhalten, das Danken an die neue Ernte (Omer) und das Gedenken an die verstorbenen Familienangehörigen (Jiskor).
In vielen europäischen Ländern – auch noch im Plattdeutschen – leitet sich der Name für das Osterfest aus dem hebräischen Wort Pessach bzw. aus dem aramäischen pas-cha ab.
Es ist, vor allem in den katholisch geprägten Regionen Brauch, die 12 Stationen des Leidensweges/Kreuzweg Christi in Passionsspielen nachzuvollziehen. An Ostersonntag erteilt der katholische Papst mit dem „Urbi et orbi“ seinen apostolischen Segen „der Stadt und dem Erdkreis“. Doch es wird auch dem heidnischen Ursprung durch große Osterfeuer vielerorts gedacht. Das Osterfeuer symbolisiert die aufsteigende Sonne und erinnert daran, dass das ursprüngliche Fest um die Tagundnachtgleiche gefeiert wurde. Das geweihte Feuer galt als segen- und schutzbringend. Es feiert fast jede Kultur das Erwachen der Natur im Frühling und des ruhigen, friedlichen Aufblühens. Vielleicht ist es auch dem österlichen Gedanken an ein Ende des Leidens, Frieden, Freiheit und Aufbruch in den 1960/70er Jahren zu verdanken, dass noch heute zu Ostern viele Ostermärsche für ein friedliches Miteinander stattfinden?
Westlich christliche Rituale zu Ostern
Gründonnerstag (Abendmahl – Eucharistie)
Einer der ältesten kirchlichen Feiertage in Deutschland, der bereits seit 1500 Jahre gefeiert wird, ist der Gründonnerstag. Seit dem 12. Jahrhundert gilt er als Tag des letzten Abendmahls, das Jesu mit seinen 12 Jüngern, vor seiner Kreuzigung einnahm. Das brechen des Brotes und der gemeinsame, aus demselben Kelch getrunkene Wein, begründetet die noch heute durchgeführte Eucharistie-Feier, für die Brot und Wein das Symbol des Christentums sind. Der Name Gründonnerstag ist nicht ganz geklärt. Er könnte sich aus dem altdeutschen Wort „greinen“/“grienen“ ableiten, was so viel wie „weinen“ und so einen Verweis auf die Büßer bedeuten könnte. Oder der Name leitet sich von der Farbe Grün her, da im Mittelalter an diesen Tagen grüne Messgewänder getragen wurden. Verbreiteter ist, dass die Namensgebung sich von den grünen Frühlingskräutern – sieben Kräuter der Erneuerung – die in dieser Zeit zur Stärkung gesammelt und gegessen wurden, herleitet.
Karfreitag (Kreuztod)
Für die christliche Kirche ist der Karfreitag der höchste Feiertag des Glaubens. Es steht die Passionsgeschichte – die letzten Stunden Jesus – vom letzten Abendmahl über den Kreuzweg bis zur Todesstunde (15:00 Uhr), im Mittelpunkt. An vielen Orten kommen Gläubige zusammen um den Passionsweg zu gehen. Die katholische und die evangelische Kirche haben für diesen Tag eine unterschiedliche Anschauung. So steht für Katholiken strenges Fasten und stille Fürbitten im Vordergrund, während die Protestanten das Symbol des Kreuzes und der Erlösung feiern. Auch heute noch sind öffentliche Unterhaltungsveranstaltungen, die nicht dem Charakter des stillen Tages entsprechen, verboten. Zum Gedenken an die Zeit der Entbehrung wird heute Fisch gegessen, zum einen, weil dieser nicht als Fleisch gesehen wird und zum anderen eines der ältesten christlichen Symbole darstellt. Allgemein sind am Karfreitag laute Arbeiten untersagt, da sie die gebotene Ruhe stören. Vor allem Werkzeuge wie Hammer und Nägel sollen in Gedenken an die Kreuzigung ruhen. Gartenarbeit soll indes an diesem Tag gelingen und auf fruchtbaren Boden fallen.
Karsamstag (Grabesruhe)
Der Karsamstag ist ein stiller Tag. Die Kirchenglocken schweigen, es findet kein Gottesdienst statt und der Altar ist völlig schmucklos. Er dient der letzten Vorbereitung für die Osterfeiertage. Vom backen des Osterlamms bis hin zu den letzten Bastelarbeiten wird alles heute erledigt. Er gehört noch zu den Fastentagen, dennoch ist es vielerorts Brauch ein Eintopf, beispielsweise den »Mahnwacheneintopf« auf dem Herd köcheln zu lassen. (Das Rezept findest du am Ende).
Ostersonntag und Ostermontag (Auferstehung)
Am Ostermontag und Ostersonntag feiern Christen die Auferstehung Jesu.
Am Ostersonntag wurde laut der Erzählung das Grab Jesu durch ein Erdbeben geöffnet, doch darin befand sich kein Leichnam. Engel verkündeten die Auferstehung Jesu. Am darauffolgenden Ostermontag machten sich zwei der Jünger voller Verzweiflung auf nach Emmaus. Ein Mann gesellte sich zu ihnen und erklärte ihnen den Sinn des Todes und des Leidens Jesu. Die Jünger erkannten Jesus nicht, doch sie überwanden die Verzweiflung und kehrten zurück nach Jerusalem, um fortan die Taten und Worte Jesu zu verbreiten. Aus dieser Erzählung ergibt sich noch eine mögliche Erklärung für den Namen. So könnte das Wort Ostern von „Osten“ abgeleitet werden – der Himmelsrichtung aus der man Jesus bei seiner Rückkunft erwartete.
Regional gibt es – neben den speziellen Bräuchen – auch kulinarische Besonderheiten zum Osterfest. Doch das beliebteste Gebäck ist das Osterlamm. Und hier schließt sich der Kreis. Das Osterlamm hat seinen Ursprung im jüdischen Pessach-/Passahfest, bei dem Traditionell ein Lamm zum Gedenken an Gott geopfert wurde. Das Opferlamm wurde lange als Symbol für die unschuldige Hingabe Jesu gesehen, weshalb der Verzehr von Lammfleisch an Ostern bis in das 16. Jahrhundert ein wichtiger Bestandteil von Ostern war. Heute findet man das Lamm meist als geformten Kuchen am Esstisch. Ich persönlich mag ja lieber einen saftigen Karottenkuchen ;-).
Beltane und Walpurgisnacht sind zwei bedeutende Feste, die den Übergang vom Winter zum Sommer feiern und tief in den Traditionen der Naturverbundenheit verwurzelt sind. Beide Feste fallen auf den 1. Mai oder die Nacht davor und sind reich an Symbolik und Bräuchen, die das Erwachen der Natur und die Fruchtbarkeit zelebrieren.
Beltane
Beltane wird traditionell am 1. Mai gefeiert und markiert den Beginn des Sommers im keltischen Kalender. Es ist eines der vier großen Jahresfeste der keltischen Tradition, zusammen mit Samhain, Imbolc und Lughnasadh. Beltane ist ein Fest der Fruchtbarkeit, des Wachstums und der Erneuerung, das oft mit Feuerzeremonien, Tänzen und verschiedenen Fruchtbarkeitsritualen gefeiert wird.
Zentraler Bestandteil von Beltane sind die Feuerzeremonien, bei denen große Feuer entzündet werden, um die Sonne zu ehren und die Fruchtbarkeit der Erde zu fördern. Die Menschen versammeln sich, um die Rückkehr des Lebens zu feiern, und schmücken ihre Häuser mit Blumen, um die Schönheit des Frühlings zu würdigen. Beltane ist auch eine Zeit, in der Paare ihre Liebe und Fruchtbarkeit zelebrieren, oft durch Rituale, die die Vereinigung von Gottheiten symbolisieren.
Walpurgisnacht
Die Walpurgisnacht wird in der Nacht vom 30. April auf den 1. Mai gefeiert und hat ihren Ursprung in verschiedenen europäischen Traditionen, die ebenfalls mit dem Übergang vom Winter zum Sommer verbunden sind. Der Name „Walpurgisnacht“ leitet sich von der heiligen Walburga ab, einer christlichen Heiligen, die am 1. Mai gefeiert wird. In vielen Kulturen wird diese Nacht als eine Zeit angesehen, in der die Grenzen zwischen der Welt der Lebenden und der Geisterwelt besonders dünn sind.
Ähnlich wie bei Beltane werden auch in der Walpurgisnacht Feuer entzündet, um böse Geister abzuwehren und die Rückkehr des Lichts zu feiern. Die Nacht ist geprägt von Bräuchen, die oft mit Magie und dem Übernatürlichen in Verbindung stehen. Die Menschen tanzen um die Feuer, singen Lieder und feiern die Ankunft des Frühlings.
Verbindung zwischen Beltane und Walpurgisnacht
Beltane und Walpurgisnacht sind eng miteinander verbundene Feste, die den Frühling und die Fruchtbarkeit zelebrieren. Beide Feste beinhalten Feuerzeremonien, die eine zentrale Rolle spielen, um die Sonne zu ehren und die Dunkelheit zu vertreiben. Sowohl Beltane als auch Walpurgisnacht bieten den Menschen die Möglichkeit, die Rückkehr des Lebens zu feiern und sich mit der Natur und der Gemeinschaft zu verbinden.
Fazit
Insgesamt sind Beltane und Walpurgisnacht bedeutende Feste, die die Freude über das Leben, die Liebe und die Fruchtbarkeit zelebrieren. Sie erinnern uns daran, dass der Frühling eine Zeit des Wandels und der Erneuerung ist, in der wir die Schönheit der Natur und die Kraft der Gemeinschaft feiern können.
In Arbeit …folge dem Jahreskreis
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Mythen und Legenden
Was bedeuten Portaltage?
Bereits die alten Mayas erkannten: An 52 Tagen im Jahr herrschen spezielle Energien – ihr Wissen hielten sie im Maya-Kalender fest. Die besonderen Schwingungen sind auch heute für viele spürbar: An Portaltagen öffnen sich ein oder mehrere Portale in unserem Universum. Dann können wir uns mit der spirituellen Welt verbinden und spüren instinktiv, was wichtig ist und wo wir im Leben hin wollen. Einige Menschen haben mit den negativen Auswirkungen an diesen Tagen zu kämpfen, denn Sie spüren, wie alte, verdrängte Emotionen und Probleme sich zurück an die Oberfläche kämpfen. Manche reagieren darauf äußerst emotional und ängstlich, haben Kopfschmerzen oder sind einfach besonders müde.
Dennoch sollten die Portaltage nicht als etwas Negatives angesehen werden. Sie bieten die Möglichkeit, wichtige Erkenntnisse über sich selbst und sein Umfeld zu sammeln und sich von alten Blockaden und Problemen zu verabschieden. Lässt man sich auf die spirituellen Energien ein und nimmt die Portaltage ganz bewusst wahr, kann das eigene Bewusstsein weiter ausgedehnt und die Persönlichkeit besser erkannt und weiterentwickelt werden. Die intensiven Energien, die an den Portaltagen herrschen, sollten daher nicht ungenutzt bleiben. Besondere Rituale an Portaltagen helfen uns dabei, die spirituellen Tage erfolgreich zu überstehen und richtig zu nutzen.
Portaltage sind ideal für Selbstreflexion und persönliche Entwicklung. Viele nutzen diese Zeit, um ihre inneren Gefühle zu erkunden, alte Muster zu erkennen und Veränderungen in ihrem Leben herbeizuführen. Es ist eine Gelegenheit, sich von belastenden Energien zu befreien und Platz für Neues zu schaffen.
Da diese Tage gleichzeitig von vielen Menschen wahrgenommen werden, entsteht eine kollektive energetische Schwingung. Dies kann die individuelle Erfahrung verstärken und zu einem Gefühl der Gemeinschaft und Verbundenheit mit anderen führen, die ähnliche spirituelle Praktiken verfolgen.
Wie kann die kosmische Energie genutzt werden – Portaltage-Rituale:
- Achtsamkeit: Schaffe dir an diesen besonderen Tagen genügend Raum für dich selbst und gönne dir etwas Me-Time.
- Meditieren: Die stille Meditation ist ein sinnvolles Ritual, um zur inneren Ruhe zu finden und seine Gedanken zu sortieren.
- Solarplexus-Chakra aktivieren: Zeit um im Körper die seelischen und körperliche Kraft zu aktivieren.
- Journaling schreiben; Durch das Schreiben setzt man sich mit sich selbst und seinem Innenleben auseinander.
- Gedanken aufschreiben und verbrennen: Zeit um negative Energien, lästige Gewohnheiten oder alte Routinen zu verabschieden.
- Visionboard: Erstelle oder bastle ein Bild mit deinen persönlichen Zielen.
- Selbstreflexion am Abend: Frage dich 0dabei, was du heute gelernt hast, welche Gefühle du durchlebt hast und was davon dich in den nächsten Tagen begleiten soll. Dies ist eine großartige Möglichkeit, den Blick nach innen zu richten und sich richtig wahrzunehmen. Mache dir dabei aber auch bewusst, was du geleistet hast und lobe dich selbst!
Sperrnächte, die magische Dunkelzeit im Dezember
Meine aufmerksamen Begleiter:innen wissen, dass der Dezember nicht der Monat für einen kraftvollen Neuanfang ist, sondern eher die Zeit für die Aufräumarbeiten der Dinge, die du im laufenden Jahr vor dir hergeschoben hast, und die „schnell noch erledigt werden wollen“.
Die Zeit also, um sich um bereits begonnenes zu kümmern, den Neues hat Zeit bis in den Januar!
Würdige das Dunkle!
Du kennst die Rauhnächten, die Zeit, die ganz bewusst genutzt wird, um das neue Jahr „vorauszuplanen“ bzw. zu visionieren. Von den Dunkel- oder Sperrnächten ist dagegen nur wenig überliefert, obwohl auch sie in einer uralten Tradition verwurzelt sind. Dunkelnächte werden sie deshalb genannt, weil sie in der aller dunkelsten Jahreszeit stattfinden, in der Zeit vor der Sonnenwende, an der das Licht langsam wieder zurückkommt. Sie sind Portaltage im Jahreskreis und beginnen mit dem 8. Dezember und enden am kürzesten Tag und der längsten Nacht, dem 19./20. Dezember, der Wintersonnenwende.
Die Sperrnächte dienen dem Loslassen, die Zeit um die Sonnenwende dem Sein, und die Rauhnächte dem Vorausschauen und Manifestieren für das kommende Jahr.
In der Stille Kraft schöpfen – das ist der Dezember.
Schon die alten Germanen haben die Zeit vor der Wintersonnenwende dazu genutzt, um für das noch verbleibende Jahr alle landwirtschaftlichen Geräte, Spinnräder oder sonstige wertvolle Dinge wegzuräumen und das Arbeiten einzustellen. Die Menschen beschränkten sich in der dunklen, kalten Jahreszeit nur auf das Nötigste und verräumten alles in ihre Schuppen. Werkzeuge wurden sorgfältig überprüft, sortiert, repariert oder geschärft, um für das nächste Jahr einsatzbereit zu sein. Dies ist auch die Zeit, in der sich die Natur zur Ruhe bettet und sich zurückzieht. Es wird still und viele Tiere gehen in den Winterschlaf. Auch die Pflanzen verlegen ihre Lebenssäfte endgültig unter die Erde.
Daraus sind schließlich die Sperrnächte oder auch Sperrtage entstanden. Das gleiche Herangehen wie bei den Geräten und Werkzeugen, das Aufräumen und Wegschließen, hilft nämlich auch der menschlichen Seele. Die Sperrnächte sind also eine Zeit, in der Du aufräumen und mit Dingen abschließen bzw. sie „wegsperren“ kannst.
Wie kannst du die Sperrnächte für dich nutzten?
Nimm dir die Pflanze als Vorbilder! Sie ziehen sich zurück in die schützende Erde, in die Wurzeln, harren als Samen aus oder hüllen sich in sicher verpackte Knospen – und wissen, mit der Wintersonnenwende wird das neue Licht in den Tiefen wieder geboren.
Auch wir Menschen können in uns gehen, unsere spirituellen Wurzeln finden; unsere Seelen in gute Gedanken und lebensnährende Visionen verpacken und darauf vertrauen, dass sich im neuen Jahr alles wieder zum Guten wandeln wird. Und genau dafür eignen sich die Sperr- oder Dunkelnächte.
Betrachte die Dunkelheit als Geschenk und nicht als etwas Angstmachendes – denn alles Leben kommt aus der (schöpferischen) Dunkelheit.
Vieles, was Du in diesem Jahr vielleicht erlebt hast, kannst Du nicht mehr rückgängig machen, aber Du kannst Deine Lehren daraus ziehen. Verurteile Dich nicht, verfalle nicht in düstere Zerknirschung von wegen „Hätte ich doch mal“ oder „Warum habe ich nicht“. All diese Selbstanklagen ändern Deine Situation nicht und machen nichts rückgängig – im Gegenteil: Sie halten Dich fest, schnüren Dich ein und hindern Dich daran, auf Deinem Seelenweg klar voranzuschreiten.
Die Sperrnächte kannst du auch nutzen, wenn Du noch „eine Rechnung offen hast“, sei es was Geld anbelangt, dass Du anderen noch etwas schuldest oder sie Dir, oder ob es auch Worte sind, mit denen du verletzt hast. Gibt es noch etwas, für das du dich entschuldigen solltest? Oder gibt es noch etwas, was du vergeben solltest?
*Portaltage bezeichnen laut dem Kalender der Maya jene Tage, an denen das Tor zum Kosmos geöffnet ist. Dadurch sollen kosmische Schwingungen viel deutlicher spürbar sein, die uns empfänglicher für Emotionen und Eigenschaften machen, die tief in unserem Unterbewusstsein verankert sind.
»Die Wilde Jagd tanzt durch die Nacht, Wanderer, gib gut auf dich acht! Du wirst gesehen, geprüft und gewogen – wo warst du ehrlich, wo hast du gelogen?
Das unten wird nach oben gewirbelt.
Schaue in deine eigenen Tiefen und ziehe Bilanz.
Was nagt noch an dir?
Begleiche deine Rechnungen, bringe Angefangenes zu Ende, vergib, und versöhne dich.
Du bist verantwortlich für dein persönliches Glück…«
– Jeanne Ruland –
Erscheinen uns solche Worte, wie in diesem Gedicht, in unserer Zeit, mit unseren sicheren, geheizten und hell beleuchteten Räumen nicht ein bisschen seltsam? Wir sitzen meist im Warmen, feiern die weihnachtliche Zeit und genießen dabei so manche Leckerei. Nur manchmal, wenn der Winterwind des Abends um die Ecken pfeift und wir, womöglich auf dem Land ohne künstliche Beleuchtung, einmal nach draußen gehen, erahnen wir, warum so viele Mythen, Bräuche und Traditionen mit dieser Zeit verbunden sind. Es ist stockdunkel, eisig kalt und der Wind bläst uns den kalten Schneeregen ins Gesicht und lässt es zusätzlich noch ungemütlicher werden. Stelle dir jetzt deinen Ahnen vor, die vielleicht am Waldrand in einem kleinen Dorf in einer einfachen kleinen Holzhütte gewohnt haben. Der Sturm heult durch die Ritzen und das Dach droht abzuheben. Das einzige Licht ist eine Kerze auf dem Tisch und die Feuerstelle, die auch noch die einzige Wärme abgibt. Die Vorratskammer ist mäßig gefüllt und reicht gerade mal für deine Familie. Marodierende Räuberbanden ziehen durch die dunklen Nächte und bedrohen die wenigen Vorräte und Schätzen die unsere Ahnen hatten. Der Winter war für unsere Ahnen eine sehr raue Zeit. Man saß meist in den Häusern fest und so verbreiteten sich die Mythen, Sagen und Bräuche von einer Generation zur nächsten. So überstanden sie die Zeit und mit etwas Glück konnten sie daraus auch ihren Frieden ziehen. Nun, sagts du, so war das früher. Aber mal ehrlich, wenn wir heute in einer solchen Nacht hinaus in die dunkle Natur oder den tiefen Wald gehen, fühlen wir uns trotz all unserer Aufgeklärtheit und sogenannten Zivilisation doch gar nicht mehr so sicher, oder? Eine unheimliche Stimmung liegt über dem Land – oder ist es eine heilige Stille?
Hast du schon einmal vom Wolfsmond gehört? So wurde die Vorweihnachtszeit in früheren Jahren oft bezeichnet. Man dachte, der dunkle Wolf versuche, die Sonne zu verschlingen. Die Sonne, das Licht, musste behütet werden, damit sie, wenn sie stark genug ist, wieder aufsteigen kann. Nach der Geburt des Lichts – am Ende der Wintersonnenwende – tobt für 12 Tage und Nächte Odins/Wotans „Wilde Jagd“ über das Land. Wotan der Toten- und Kriegsgott und Gott der Ekstase wurde in der Wikingerzeit zum höchsten Gott zum Allvater. Je nach Region trägt er den Namen Wotan im südgermanischen, oder Odin im nordeuropäischen Raum. Begleitet wird er, bei seiner Wilden Jagd von dem achtbeiniges Pferd Sleipnir, den Wölfen Geri und Freki (Gier und Gefräßigkeit) und den Raben Hugin und Munin (Gedanke und Gedächtnis/Erinnerung) und weiteren „haarigen“ Gesellen. Manche davon erkennen wir auch in Richard Wagners „Ring der Nibelungen“ wieder.
Alles beginnt mit dem Fest der Wintersonnenwende. Im keltischen nannte man dieses Fest »Alban Arthuan«. Was bedeutet „Licht des Arthurs“. Die Söhne des Lichts (Sonne) kehren auf die Erde zurück. Die Kelten feierten über drei Tage ein großes Fest. Denn die Zahl drei steht für die Manifestation. Am vierten Tag hat sich das Licht manifestiert und ist auf der Erde verankert. So in etwa wurde es bei der Christianisierung mit anderen Protagonisten übernommen.
Die nordgermanische Bezeichnung für diese Zeit ist auch heute noch geläufig, das »Julfest«. Jul bedeutet Fest und wird durch den Stand der Sterne im Winter bestimmt. Es ist ein altes Fest, dass in all den Jahren nicht nur viele Namen, sondern auch viele, heute noch bekannte, Traditionen hervorgebracht hat. Es wird in vielen Ländern auf unterschiedliche Weise gefeiert. Rituale wie der Lichterbaum, Kerzen, Rute, Besen, Bestrafung und Belohnung, Geschenke an das Licht, die auf der Reise in das neue Jahr stärken sollen, gebackenes süßes Brot und Plätzchen die verteilt werden und vieles mehr. Noch heute finden wir Abwandlungen davon in unseren Winterfesten wieder. Der gebräuchlichste Name in unserer christlich geprägten Welt ist Weihnachten, das Fest der Weihe. Tatsächlich legte aufgrund der alten Bedeutung des Festes die Kirche die Geburt Jesu auf den 24. Dezember, der vierte Tag der Wintersonnenwende, die Geburt des Lichts. Denn in der Nacht vom 24. auf den 25. Dezembers passiert die Sonne den tiefsten Punkt in ihrem Jahreslauf. In der christlichen Geschichte symbolisiert König Herodes den lichtverschlingenden Wolf, der versucht, das heilige Kind zu töten. So schließt sich der Kreis zur alten Mythologie.
Die weibliche Seite der Rauhnächte wird von »Frau Holle«, die wir aus Grimms Märchen als große Mutter kennen, vertreten. Sie, das Wesen über den Wolken, oder tief im Brunnen, dass die fleißige Marie mit Gold und die faule Marie mit Pech überschüttet. Sie symbolisiert die zwei Seiten, die wir in Allem wieder finden. Gut und Böse, glänzend und lieblich oder stinkend und pechschwarz. Wenn die Wilden Geister in den Rauhnächten über das Land ziehen, zieht sie mit. Sie prüft, ob die Menschen Ordnung halten und die gebotene Ruhe achten. So wie im Märchen straft oder belohnt sie. Auch begleitet sie die Seelen der Menschen die im vergangenen Jahr verstorben sind auf die Reise in die himmlischen Welten, in denen es an nicht mangeln wird. Ihr Kommen dient einem der wesentliche Teil des Lebendkreislaufes, dem Tod. Daher zeugte die große Frucht der Menschen vor ihrem erscheinen. Und doch ist sie die Verkörperung der Muttergöttin. Mutter Erde, die Künderin eines neuen Jahres (Lebens). Sie schafft die Ordnung und am Ende der Zeit den Neubeginn des natürlichen Zyklus. Sie ist das Zeichen für das wunderbare Wirken der weiblichen Kraft.
Deine 13 Wünsche an das Universum
In allen Zeiten nutzten Schamanen, Heilkundige und Weise die besondere Zeit des Advents, um sich ganz ihrer inneren und geistigen Verbündeten und der Kraft des Lebens und der Natur hinzugeben. Sie alle erbaten Klarheit und Visionen für ihr weiteres wirken. Natürlich lässt sich viel, viel mehr über diese magische Zeit berichten, aber hier möchte ich dich hauptsächlich auf Themen deiner Selbstreflexion und der Vorbereitung auf dein kommendes Jahr beschränken.
So beginnt die Vorbereitung zu den Rauhnächten bereits mit dem ersten Advent. Im Laufe der folgenden 28 Tage der Adventszeit kannst du dich auf die magische Zeit vorbereiten. Du kannst in dieser Zeit deine 13 Wünsche formuliere und auf kleine, möglichst gleiche Zettel schreiben. Formuliere diese Wünsche positiv und so, als wären sie schon erfüllt. Aber bleibe realistisch. Auch wenn du dir noch so sehr ein Einhorn wünschst, das kann dir auch das Universum nicht erfüllen. Falte die kleinen Zettel so zusammen, dass du nicht mehr erkennen kannst, welcher Wunsch sich darauf verbirgt und gebe sie in eine schöne Schachtel oder ein Säckchen. Bis zur Wintersonnenwende oder der Heiligen Nacht (24.12.) solltest du alle deine Wünsche fertig haben. Das Datum ist ein wenig davon abhängig welchen Mythen und Ritualen du folgst. In der Mittwinternachte oder eben in der Heiligen Nacht beginnst du damit, jede Nacht einen, deiner Wünsche dem Universum zu übergeben. Ja, richtig! Es sind 12 Rauhnächte, aber du hast 13 Wünsche. Spätestens am 6. Januar wirst du also noch einen Zettel übrighaben. Nimm ihn heraus und entfalte ihn. Lese nun den Wunsch, um den du dich im kommenden Jahr selbst kümmern darfst, damit er in Erfüllung geht.
Legende & Mythos
Die Geschichte der 13 Wünsche
In einem kleinen Dorf lebte einmal eine Frau namens Mira, die für ihre positive Einstellung und ihren Glauben an das Gute im Leben bekannt war. Eines Tages, während sie durch den Wald spazierte, entdeckte sie einen alten, verwitterten Stein mit geheimnisvollen Symbolen darauf. Als sie näher trat, spürte sie eine starke Energie, die von dem Stein ausging.
Neugierig berührte Mira den Stein und plötzlich erschien ein leuchtendes Wesen, das sich als der Geist des Universums vorstellte. Es erklärte ihr, dass sie die Möglichkeit habe, 13 Wünsche zu äußern, die dann in Erfüllung gehen würden, solange sie aus reinem Herzen und mit der richtigen Intention formuliert wurden.
Mira war überwältigt von dieser Gelegenheit. Sie wusste, dass sie weise wählen musste, also nahm sie sich Zeit, um über ihre Wünsche nachzudenken. Sie wollte nicht nur für sich selbst bitten, sondern auch für ihre Familie, Freunde und das Dorf. Nach einigen Tagen des Nachdenkens hatte sie ihre 13 Wünsche formuliert:
- Gesundheit für alle – Sie wünschte sich, dass alle Menschen in ihrem Dorf gesund und glücklich sein würden.
- Frieden – Mira wünschte sich Frieden in der Welt, damit Konflikte und Kriege enden könnten.
- Wohlstand – Sie bat um Wohlstand für ihre Gemeinschaft, damit jeder genug zu essen und ein sicheres Zuhause hätte.
- Liebe – Mira wünschte sich, dass die Menschen Liebe und Mitgefühl füreinander empfinden würden.
- Natur – Sie bat um den Schutz der Natur und die Rückkehr zu einem harmonischen Leben mit der Erde.
- Bildung – Mira wünschte sich, dass alle Kinder Zugang zu Bildung hätten, um ihre Träume zu verwirklichen.
- Kreativität – Sie bat um Inspiration und Kreativität für alle Künstler und Schöpfer in ihrem Dorf.
- Vergebung – Mira wünschte sich, dass die Menschen lernen würden, einander zu vergeben und alte Konflikte hinter sich zu lassen.
- Harmonie – Sie bat um Harmonie zwischen den verschiedenen Kulturen und Glaubensrichtungen.
- Mut – Mira wünschte sich, dass die Menschen den Mut finden würden, ihre Träume zu verfolgen und für das einzustehen, was richtig ist.
- Freundschaft – Sie bat um Freundschaften, die die Menschen verbinden und unterstützen würden.
- Dankbarkeit – Mira wünschte sich, dass die Menschen lernen würden, dankbar für das zu sein, was sie haben.
- Wachstum – Schließlich wünschte sie sich, dass jeder die Möglichkeit hat, zu wachsen und sich weiterzuentwickeln.
Nachdem sie ihre Wünsche geäußert hatte, spürte Mira eine Welle der Freude und des Friedens. Der Geist des Universums lächelte und versprach, dass ihre Wünsche in Erfüllung gehen würden, solange sie selbst aktiv daran arbeitete, diese Veränderungen in ihrem Leben und in ihrer Gemeinschaft zu fördern.
Von diesem Tag an lebte Mira mit einem neuen Bewusstsein. Sie teilte ihre Wünsche mit anderen, inspirierte sie, ebenfalls positive Veränderungen herbeizuführen, und half, eine Gemeinschaft zu schaffen, die auf Liebe, Mitgefühl und Zusammenarbeit basierte.
Die Geschichte von Miras 13 Wünschen erinnert uns daran, dass wir die Kraft haben, unsere Realität zu gestalten, und dass unsere Wünsche, wenn sie aus einem reinen Herzen kommen, das Potenzial haben, nicht nur unser eigenes Leben, sondern auch das Leben anderer zu verändern.