#deinwechseljahr – Leben im Rhythmus der Jahreszeiten

Warum dieser Blog?
Eines meiner Herzensthemen ist es, uns allen wieder bewusst zu machen, wie man im Rhythmus der Natur bleiben und dadurch seine Vorhaben, sei es persönlicher oder beruflicher Art, besser umsetzen kann.
Es ist spannend zu erkennen, wie altes Wissen und neue, wissenschaftliche Erkenntnisse aus der medizinischen als auch der neurobiologischen Disziplin sich harmonisch in immer schon dagewesene natürliche Abläufen wiederfinden.

Altes Wissen und neuste Erkenntnisse sind keine Gegensätze, sie ergänzen sich, so dass jeder im Rhythmus und Kreislauf der Jahreszeiten (s)eine innere Stärke und Klarheit wiedergewinnen kann.
Ich erzähle dir jeden Monat eine Kleinigkeit über den laufenden Monat und bauen eine kleines Spiel, passend zum jeweiligen Monat und unserem biologischem Rhythmus, für dich ein. So kannst du selbst für dich entdecken, wie du deinen Alltag in deinem natürlichen Rhythmus gestalten kannst.

Klicke durch die Monate…

 

September – Zeit, von außen nach innen zu gehen.

Wie auch im Frühjahr, beginnt der Herbst meteorlogisch mit dem ersten Tag des Monats der Tagundnachtgleiche. Zwischen dem 21. und 23. September steht die Sonne senkrecht über dem Äquator. Das ist die Zeit des »Äquinotikum«, indem die Sonne genau im Osten auf, und genau im Westen unter geht. 
Im römischen Kalender war der September der siebte Monat, daher hat er seinen Namen. Sieben ist im lateinischen »septem«.

Die Natur verändert sich und mit ihrer Farbenpracht aus gelb, gold, rot, orange und braun erinnert es uns an einen Sonnenuntergang.  Und ja, man kann den September mit einem Sonnenuntergang vergleichen, den, des Jahres. 
Morgennebel, Wind und Regen ziehen zeitweise schon über das Land, und die Kraft der Sonne lässt deutlich nach. Noch spürst du die Magie des Altweibersommers, der dich mit seiner sanften wärme noch einmal raus in die Natur lockt. Der September beschenkt uns, noch einmal, mit süßen, nahrhaften Früchten.  Die Natur hat all ihre Kraft gegeben und in den Früchten manifestiert. Was immer wir Ernten und in Händen halten, ist die Verkörperung der konzentrierten Energie von allen und jedem, der daran beteiligt war. 
Auf den Feldern und Gärten kommt die Ernte langsam zu ihrem Ende. Jetzt wird aufgeräumt, geordnet, reflektiert, gewandelt und gewirkt, gesammelt, eingekocht und verarbeitet.

Schon seit der Sommersonnenwende werden die Nächte wieder länger und die Tage kürzer. Jetzt spüren wir, dass die Dunkelheit langsam wieder über das Licht siegt. Es beginnt die Phase der Wandlung und des inneren Ausgleichs, der inneren Balance und des Gleichgewichts der Kräfte in uns.

In der Natur endet jetzt auch die Kraft des Löwenzahns, der uns jetzt als Pusteblume, schon seit längerem, allerorten begegnet. Keine andere Pflanze, als die Pusteblume steht mehr für Loslassen, für die Vergänglichkeit aber auch für den leichten, schwebenden Übergang zu einem Neubeginn.  Der Flug der kleinen Schirmchen im herbstlichen Wind, erinnert uns daran, dass jetzt auch unsere Zeit des »Lassens« beginnt. Jetzt geht es um Entscheidungen, Umsetzung und Befreiung, um eine gute Balance zwischen Aktivität und Ruhe zu finden.

Was kannst und willst du schon länger einfach nicht mehr machen, weglassen, oder endlich loslassen?
Wo tust du dich schwer etwas zuzulassen, weil du denkst, dass du es sowieso nicht ändern kannst?

Das ist manchmal gar nicht so einfach zu beantworten. Nicht alle Bereiche in unserem Leben können wir aktiv gestalten, und doch ist oft auch loslassen ein aktiver Weg. Sicher hast du schon einmal gehört: »Wer loslässt, hat die Hände frei« – eine Aussage, die uns Raum für neue Inspirationen schaffen kann. 

Kann ich durch Loslassen Entlastung und Befreiung finden? 
Gewinne ich, oder verliere ich dabei?

In unserer komplexen Welt kann es manchmal undurchsichtig und verwirrend sein, den Weg zu erkennen, den ich verändern kann oder nicht. Tatsächlich brauchst du ein bisschen Zeit, Konzentration und eine hilfreiche Struktur um dir einen Überblick zu verschaffen. Durch die nun längeren und kühler werdenden Abende, gewinnen wir die Zeit um uns mehr und mehr, im und mit unserem Inneren zu beschäftigen.

Der September – Impuls:

Ich möchte dich dabei unterstützen, Klarheit zu gewinnen über veränderbare und unveränderbare Welten deines privaten und beruflichen Lebens. Finde die Spielräume, in denen du dich bewegen und weiterentwickeln kannst und erkenne die Umstände, um unveränderbares an-nehmen zu können.

»…hier geht es zum September – Spiel:
Zulassen – Weglassen – Loslassen«

Spürst du den August?

Wir haben gerade die »Hundstage«, die beginnend mit dem 23. Juli den Spätsommer einläuten. Bis zum 24. August, haben wir laut Bauernkalender die heißeste Zeit des Jahres. Das mögen die Bauern heute noch so sehen, da jetzt für sie die heiße Zeit der Ernte, dass »Schnitterfest« mit dem August Vollmond, beginnt. 
Und Nein, der Name hat nichts mit unseren tierischen Hausgenossen zu tun, sondern mit dem Sternbild „Großer Hund“, der im August am europäischen Himmel sichtbar ist.

Nach dem süßen Nichts-tun der Urlaubszeit, kommen wir wieder gaaaanz langsam in den Alltag zurück. Die Tage sind über die letzten Wochen kürzer geworden und die Nacht senkt sich schon früh über die noch sonnendurchfluteten Tage. Augustnächte haben ihren besonderen Zauber. Ungefähr ab der Mitte des Monats erleben wir das Schauspiel der „Tränen des Laurentius“, die Perseiden. Und ehrlich, wir haben doch schon alle mal einen Wunsch an die Sternschnuppen übergeben?

Mutter Natur ist im achten Monat und hochschwanger, überladen mit Beeren, Früchten, Kräutern, Ähren und einer puren Blumenfülle. Die Sonnenkraft verströmt ihr volles Aroma, bevor der Sommer den Nachmittag des Jahres einläutet.

Wie viele Ideen und Pläne, die du im frühen Frühjahr gesät hast, sind aufgegangen?

Der Beginn der Erntezeit kann uns daran erinnern, genau zu schauen, wofür wir Zeit und unsere Energie verbraucht haben und ob wir uns noch im Gleichgewicht befinden. Mit diesem Wissen kommen wir wieder in die Balance zwischen dem was wir wollten und unserem tatsächlichen Handeln. Es sind keine leeren Worte und leeren Versprechungen, die wir jetzt finden, nein, wir erfahren die ganze Fülle der Natur und manchmal auch unseres Handelns.

Heute möchte ich deine Aufmerksamkeit auf eine in voller Blüte stehenden, bunten Sommerwiese lenken. Ein wildes Treiben, das doch einer Ordnung folgt. Ein wertschätzendes und liebevolles Miteinander. Die einen wachsen in die Höhe, um den kleinen bunten Blütenköpfchen der anderen, ihren Schutz zu bieten. Und immer schenken sie uns ein kleines Sträußchen, ihrer Freude, Lebendigkeit und nicht zuletzt ihrer Verbundenheit. Denn so unterschiedlich wie sie sind, gehören sie doch auf irgendeine Weise zusammen und sie zeigen uns, dass wir es uns leichter machen, wenn wir unser Handeln und Wirken aufeinander abstimmen.
Wie viele unterschiedliche Sträuße enthält deine persönliche Wiese?
Wie viele hohe und niedrige Blumen gibt es oder hast du viel Unkraut dazwischen? 
Wie gestalten sich deine Beziehungen? Blühendes Vertrauen und stärkendes Verständnis oder das Gefühl, dass die Chemie irgendwie nicht zusammenpasst?

 

Wie wäre es?
Betrachte deine Wiese doch mal aus der Sicht des Gänseblümchens.

Wie das geht? Klick hier…


„Erkenne den Reichtum, der dich umgibt, und in dir ist.“

Der Juli

Im ursprünglichen Kalender, war er der fünfte Monat des Jahres und wurde 46 v. Chr. nach Julius Caesar, dem römischen Staatsmann, benannt. In früheren Zeiten wurde er auch „Heumonat“ genannt, da es die Zeit war, die erste Heuernte des Jahres einzufahren. Dies kennen wir auch heute noch so.

Der Juli, das ist Urlaubs- und Badezeit und vor allem die Zeit, für gemeinsames Tun mit allen die wir lieben, gepaart mit allem, was wir lieben. Alles geht ein bisschen gemächlicher und wir genießen die sommerliche Beschaulichkeit.

Auch in der Natur ist es ruhiger geworden. Die Tage werden kürzer und die Nächte länger. Unsere tierischen Nachbarn haben ihre Kinder aus dem Gröbsten heraus und die meisten von ihnen haben das Nest bereits verlassen. Die Pflanzenkinder, die wir seit dem Frühjahr gehegt und gepflegt haben, gedeihen nun fast von alleine und müssen nur noch selten in die richtige Bahn gelenkt werden.  Die Sonne lockt uns raus und das weite Blau des Himmels macht auch unsere Herzen weit. Wir können uns entspannen und die Fülle sowie Üppigkeit der Natur genießen.

Ich liebe es, diese Zeit an der Nordsee – auf meiner Insel 😊 – zu verbringen. Hier ist es immer ein wenig kühler und es geht meist ein herrlicher Wind. Und dieser Wind ist es, der nicht nur den Duft des Wassers, sondern auch den der wilden Heckenrosen, die an den Dünenrändern wachsen, zu mir herüberträgt. Auf diese Besondere, und allgegenwärtige Rose, möchte ich dich diesen Monat aufmerksam machen.

Die wilde Heckenrose, wirkt mit ihrem wunderbaren Duft und ihrer Einfachheit, in unser Leben hinein. Sie ist, gerade auch wegen ihrer starken Dornen, authentisch. Anmut und Schönheit liegen in ihrer Einfachheit. Sie besticht nicht mit Extravaganz, sondern mit Würde, Bescheidenheit und ihrer Ausstrahlung. Das Geheimnis wahrhaftiger Größe liegt darin, das Einfache, Unmittelbare und darin Liebevolle zu würdigen. So ist sie die beste Begleitung, um ungeahnte, neue wie alte, Schätze zu entdecken. Du wirst mit ihr das Gute und Schöne ganz nahe bei dir in deinem Umfeld und vor allem bei dir selbst finden.

Heckenrosen begegnen uns in den unterschiedlichsten Formen und Farben. Je nach unseren momentanen Gefühlen und Gedanken, spricht sie uns an. An manchen Tagen fühlen wir uns wie die robuste Kartoffelrose, dann wieder wie die empfindliche Goldrose oder aber wie die stachelige Zimtrose.

Die Wildrose lädt dich ein, deine Aufmerksamkeit auf die kleinen, scheinbar gewöhnlichen Dinge des Lebens zu richten und ihr Geheimnis zu ergründen.

Spüre in dich hinein und überlege dir, welcher Teil der Rose, in Gedanken und Gesprächen mit dir und in dir selbst, dominiert.  

Klicke hierauf und erkenne deine Klarheit mit dem Rosen-Spiel…


Sommer – genieße die Zeit der Fülle

Heute geht es nicht, wie sonst, um einen Monat, sondern um den Beginn einer Jahreszeit.

Am 21. Juni ist Sommeranfang, die Sommersonnenwende. Nicht nur für mich beginnt jetzt eine besondere Zeit. Mich erinnert der Mittsommer oder vielmehr der darauffolgende Johannistag an meine Kindheit und Jugend.
Ich durfte die meisten Sommer meiner Kindheit und Jugend bei meiner Oma auf dem Land verbringen. Raus aus der Stadt, rund herum nur Felder, Wiesen und Bauerhöfe. Ein Paradies für Kinder, auch wenn meine Spielgefährten und manchmal auch ich, in die bauernhöfischen Abläufe eingebunden wurden. Dennoch, es war die Zeit der endlosen Tage und der lauen Nächte. Und die schaurige, schönste und lebendigste Erinnerung habe ich an die Nächte die wir Kinder gemeinsam im Zelt im heimischen Garten verbracht haben.

Die spektakulären Sonnenuntergänge waren – und sind es noch heute – das schönste Johannisfeuer. Die Zeiten der Dämmerung dehnen die Helligkeit fast ins unendliche aus, und es scheint nicht richtig Nacht werden zu wollen. Einhergehend mit dem Sommer werden alle Probleme ein bisschen kleiner und wir sind voll Lebendigkeit und Lebensfreude.

 Wie empfindest du diese Zeit?

Ich möchte dich zu meinen Kindheitserinnerungen einladen. Hast du schon einmal eine Nacht unter freiem Himmel verbracht? Jetzt ist die beste Zeit dazu. Am geheimnisvollsten und schönsten ist es vom Mittsommer bis zum Johannistag, aber das mag vielleicht nur meine Erinnerung sein.

 Lust es zu probieren? Dann hier der Plan:

Erwähle dir einen Platz, an dem du dich gut fühlst. Schön ist es, wenn du dich schon ein-zwei Tage vorher mit den abendlichen Geräuschen des Platzes den du erwählt hast vertraut machst. Welche Vögel und Kleintiere sind deine Nachbarn und wie ist deren Schlafgewohnheit? Und dann kann es auch schon losgehen.

Im Grunde brauchst du einfach nur eine Decke oder einen Schlafsack und eine Isomatte. Okay, ich gebe zu, dass ich mittlerweile die Gartenliege bevorzuge 😊, aber das bleibt dir überlassen. Wichtig ist auch, einen Mückenschutz und vielleicht etwas zu trinken und zu essen dabei zu haben.

Mach es dir gemütlich. Selbst wenn du nicht die Möglichkeit hast dich in die freie Natur zu begeben, kannst du das nächtliche Spiel einfach zu dir einladen. Vielleicht hast du einen Balkon oder auch nur ein offenes Fenster. Auch wenn von dort dein Blick nicht gen Norden ist, zünde dir eine Kerze an, die den Sonnenuntergang und das Johannisfeuer symbolisiert. Mache es dir bequem und lausche dem immer ruhiger werdenden Nacht.

Es ist ein stilles und langes Schauspiel, an dem du nun teilnehmen wirst. Ohne Handy, ohne Buch, vielleicht nur mit einem Partner, mit dem du die Stille teilen kannst. Nur du und die Natur. Nimm in der Stille wahr, was sich verändert. In der Stille werden wir immer feinfühliger. Es tauchen neue Ideen, Erkenntnisse und Visionen auf. Vielleicht bekommst du auch wundervolle Begegnungen mit deinen tierischen Nachbarn geschenkt? Ich kann dir sagen, dass du diese Nacht nicht in einem tiefen Schlaf verbringen wirst, sodass du auch die Morgendämmerung vollkommen mitbekommen wirst. Ganz sicher hilft dir aber die Vogelschar beim Aufwachen, ganz egal wo du bist.
Du wirst sie spüren, die Kraft des Sommermorgens, die einen neuen wunderschönen Tag ankündigt. Wenn du magst, kannst du jetzt noch die Morgensonne mit dem Sonnengruß aus dem Yoga begrüßen.
Wenn du mit dem Sonnengruß nicht vertraut bist, findest du hier: Der Sonnengruss des Yoga eine gesprochene Anleitung.

Ich wünsche dir viel Spaß und eine spannende Nacht. Mehr zum Sommer erfährst du mit dem #deinwechseljahr Juli-Blog.

Juni – das volle Licht zum Wachsen und Gedeihen

Es ist so hell, wie zu keiner Zeit im Jahr. Der Juni ist das Tor zum Sommer, der mit dem längsten Tag und der kürzesten Nacht, der Sommersonnenwende am 21. Juni, beginnt.

Auch wenn es sich bisher noch nicht so angefühlt hat, bricht nun die Zeit der fast endlosen Tage und lauen Nächte an. Bei allen Herausforderungen, die jeder von uns in seinem Leben zu bewältigen hat, animiert uns der Sommer dazu, die Dinge etwas leichter zu nehmen.

Der Juni ist benannt nach Juno, der Göttin der Frauen, der Ehe und Führsorge. Sie wurde auch als Beschützerin von Rom verehrt, da ihr Krafttier die Gans, mit ihrem lauten Geschnatter vor Eindringlingen warnt.

Der Juni gilt als Rosenmonat, da nun die Rosen erwachen und zum Ende in voller Blüte stehen. Meine Lieblingsrose, ist die Pfingstrose. Ja, ich weiß, sie ist keine und blüht auch ein wenig vor den Rosen. Doch sie hat die Schönheit und die Größe der edelsten Rosen, jedoch ohne Dornen, die verletzen können. Sie weht leicht mit ihren hochstehenden Blüten in jedem noch so starkem Frühjahrssturm. Ihre pralle Knospe schützt sie mit einer dünnen Haut aus Wachs, die sich erst dann löst, wenn die Tage länger warm sind. Dann entfaltet sich in kürzester Zeit die volle Pracht der vielen Blütenblätter – sie wird immer üppiger, weiter und größer und ragt meist über ihre Nachbarschaft hinaus. Sie zeigt uns, dass ein achtsames Miteinander auch in noch so kleinen Beeten wichtig ist. So lässt sie rund um sich andere gedeihen, verkümmert jedoch, wenn sie Druck aus ihrer Nachbarschaft bekommt.

Diese prächtige Blume macht dich darauf aufmerksam, dass auch dein Umfeld spannend und geheimnisvoll sein kann, sobald du beginnst, genauer hinzusehen. Sie lehrt uns, achtsam mit unseren und den Grenzen der Anderen umzugehen.

Nicht zuletzt verkörpert die Pfingstrose das Ursprüngliche, Kindliche und Einfache und schenkt dir etwas von Unschuld und Vertrauen, da sie zart und ohne verletzende Dornen ist. So lädt sie dich ein, dich selbst, wie ihre Blütenblätter, immer weiter zu öffnen, tiefe Facetten freizulegen und dein wahres Selbst noch schöner zur Entfaltung zu bringen. Häufig trauen wir uns eine Entfaltung zu einer großen und üppigen Blüte selbst nicht zu und stehen nicht für unsere eigenen Bedürfnisse ein. Oft verwechseln wir das Thema Grenzen setzen mit einem egoistischen und selbstbezogenes Verhalten. Nein, vielmehr geht es um ein gesundes, ausgewogenes Selbstvertrauen. Wer mit sich selbst im Reinen ist, hat Verständnis und ist Offen für die Anliegen anderer und achtet deren Grenzen.

Zum Juni – Spiel:
Grenzen achtsam setzen

Mai – „Öffne dein Herz und genieße die Fülle des Lebens!“

 Keinen anderen Monat sehnen wir so herbei, wie den Mai. Ist doch der Übergang vom April auf den Mai – die Walpurgisnacht – die letzte Schwelle vom Winter zum Frühling.
Und tatsächlich fühlt es sich in diesem Jahr, nach dem kältesten April seit über 40 Jahren, auch noch so an!

Es heißt, der Monat Mai wurde benannt nach der Göttin Maia, der fünften Schwester der Plejaden, die das Füllhorn mit sich trägt. Sie ist die treue Weggefährtin für Seelenzwillinge, starke Freundschaften und Beziehungen.

So symbolisiert der Mai die Blütezeit, die Fülle und Fruchtbarkeit, aber auch den Genuss und das leidenschaftliche Leben. Er bringt unsere Kräfte zum Fließen. In uns bricht die Lust auf das Leben aus, wir suchen den Austausch mit anderen Menschen und haben Freude, am Draußen sein. Alles in der Natur strebt nach Vereinigung – und so auch wir.

Draußen sein, sich mit Menschen zu treffen, stellt uns auch noch in diesem Jahr vor kleinere Herausforderungen. Im Laufe unseres Lebens hat sich jeder von uns ein soziales Netzwerk aufgebaut, welches aus Familie, Freunden, Bekannten und beruflichen Kontakten besteht. In Krisenzeiten merken wir besonders, ob uns dieses Netz trägt oder ob es löchrig ist. Jeder Mensch in unserem Leben hat eine gewisse Wirkung auf uns und nimmt einen eigenen Stellenwert ein. Da gibt es die, mit denen man gut über Probleme reden kann und andere sind perfekt zum entspannten Feiern. Sicher würdest du auch nicht mit jedem in Urlaub fahren wollen. Manchmal haben wir jedoch auch Menschen in unserem Leben, die uns nicht guttun. Weil wir niemanden verletzen wollen, fällt es uns schwer, hier die Distanz zu suchen.

Schau mal genau hin, welche Menschen dich umgeben und welchen Einfluss sie auf dich haben. Mit wem verbringst du die meiste Zeit? Achte darauf, es sind nicht nur die Menschen, die dir am wichtigsten sind, sondern vor allem die, die am meisten in deinem Alltag oder in deinen Gedanken sind. Dein soziales Netzwerk ist dein „Beziehungsgarten“ und wie in der Pflanzenwelt, gleicht keine Beziehung der anderen. Alle wollen auf ihre Weise gepflegt werden. Genauso, wie du einen Garten hegen und pflegen würdest, mit Gießen, Unkraut jäten und verwelktes Laub herausnehmen, solltest du auch deinen Beziehungsgarten von Zeit zu Zeit durchforsten. Gerade in Krisen, offenbaren viele kleine Pflanzen ihre wahre Schönheit und Standfestigkeit, während andere schwammig oder sogar stachelig werden können.

Unser Mai – Spiel,
hilft dir dabei, deinen
»Beziehungsgarten« anzulegen oder neu zu ordnen!

April, April der macht, was er will

Wusstest du, dass der Brauch seine Mitmenschen am ersten April in den April zu schicken bereits seit dem 16. Jahrhundert existiert? Eine Theorie dafür bezieht sich auf die Kalenderreform von 1564, wonach der Neujahrstag vom 1. April auf den 1. Januar geändert wurde. Da Nachrichten sich damals noch nicht so schnell verbreiteten, luden die Menschen, die nicht direkt am Hofe von König Karl IX waren, zum Neujahrsfest am 1. April ein. Der Hofstaat, der sich zwar lustig machte, folgte dennoch den Einladungen, um mit den Adligen und ihrer Unwissenheit Scherze zu treiben.    

Der Name April geht zurück auf das lateinische Wort »aperire« und bedeutet »öffnen«. Doch gestaltet sich das „Öffnen“ gerade im April etwas schwierig.
So wie das Wetter, sind auch wir noch nicht so richtig stabil und eher launig. Wir haben das Gefühl, als würde Warm und Kalt, Hell und Dunkel miteinander im Wettstreit stehen.

Es ist die Spanne des »sowohl als auch«. Der April ist bekannt für sein Wechselwetter, in dem sich alle Wetterspielarten zeigen: Sturm, Hagel, Sonne, Schnee, Regen und Gewitter. Das ist nicht nur für unseren Organismus alles andere als leicht zu verkraften. Unser Körper braucht Zeit, um sich wieder warm zu laufen und das Auf und Ab des Luftdrucks und der schwankenden Temperatur ausgleichen zu können.  

Der April ist nicht nur die Zeit des „Öffnen“ sondern auch der „Wandlung“.

Jetzt gilt es, Worte in Taten zu verwandeln. Vielleicht magst du etwas ganz neues Anfangen oder mal andere Wege ausprobieren und frische Erfahrungen sammeln. Oder du möchtest in deine Alte Stärke kommen und wieder auf deine eigenen Intuitionen vertrauen.  
Bringe jetzt deine Saat aus, denn: „Wer ernten will, muss säen!“ Das ist leichter gesagt als getan.

In den letzten Monaten hast du von uns einige Impulse bekommen, um erst einmal ein paar Dinge aufzuräumen und neu zu strukturieren. Wir leben in einer Zeit, die uns ständig neue Gegebenheiten präsentiert und dennoch sind wir in der Lage, uns mit ihnen neu auszurichten und anpassen zu können.

Hierbei ist es umso schöner, wenn du dich öffnest, um den wichtigsten Menschen in deinem Leben kennenzulernen, DICH.
Gerade dann, wenn sich spürbar und offensichtlich in unserem Leben etwas verändert, werden wir uns zeitweilig selber fremd. Neues wirkt sich auf subtile Weise auf unsere Identität und unser ICH-Gefühl aus. „Öffne dich für dich“, richte dich nach dir und deiner Kraft. Das baut manchmal schon etwas Druck auf, insbesondere im Frühling, der uns suggeriert voller Power sein zu müssen.  Dennoch, alle Prozesse brauchen ihre Zeit. Nicht selten eilen wir mit unseren Gedanken voraus und hadern damit, dass es nicht schnell genug geht, und fühlen uns zunehmend gestresst.

Sagt die Raupe enttäuscht zum Schmetterling:
“Du bist auch nicht mehr die, die du warst!“

Hier bekommst du das April-Spiel!

Der März – Aufbruch und Neubeginn

Meteorologisch beginnt der Frühling mit dem ersten März. Er siegt über den Winter und kommt mit der Wintersonnenwende, am 21.März, zur vollen Blüte.

Der Legende nach gehört der März der Frühlingsgöttin „Ostrea“. Sie steht für Wachstum und Fruchtbarkeit und bringt uns Leichtigkeit. Die Geschichte sagt, dass sie das »Weltenei« gebar und es mit ihrer Wärme reifen lies. Als das Ei zersprang, wurde die Welt geboren. Aus dem Dotter entstand die Sonne und die Schalen bildeten Himmel und Erde. Nur eine Geschichte, und dennoch steht das Ei auch heute noch für Neubeginn und Fruchtbarkeit und wir verschenken es, schön bemalt, zu Ostern.

Der Winterschlaf der Natur ist nun beendet, sie erwacht zu neuem Leben. Nach Väterchen Frost im Februar, wärmt uns die März-Sonne besonders stark. Es ist ein guter Zeitpunkt, um in uns, und in der Natur das Wachstum zu erleben – unser Ei zur Reife zu bringen.

Vielleicht hast du ja die ‚Fastenzeit‘ für dein »Detoxing« genutzt, und hast dabei deinen ganz persönlichen Frühjahrsputz – innen wie außen – begonnen. Der März lädt dich dazu ein die vorösterliche Zeit aktiv zu nutzen, um deinem Leben mehr Klarheit und Fokus zu geben. Was ist noch richtig, was ist noch wichtig? Alteingefahrene Gewohnheiten oder auch Verpflichtungen, die sich überholt haben stehen auf dem Prüfstand.

Öffne jetzt deine Schatztruhe!

Das was im Inneren gehütet wurde, macht sich zum Durchbruch bereit und will sich der Welt zeigen. Jetzt heißt es, sich vom Alten zu verabschieden, es loszulassen und sich auf Neues einzulassen. Es ist dabei ganz gleich, ob es sich bei dem Neuen um eine erfreuliche Sache oder aber um eine nicht ganz so gewünschte Angelegenheit handelt, aus der wir noch nicht so ganz schlau werden. Anfangsphasen starten selten mühelos und nicht immer verlaufen sie gradlinig und kraftvoll. Auch wenn wir mit unseren Neuen Ideen zunächst über holprige, verschlungen oder sogar dramatische Wege gehen müssen, wissen wir doch, dass Dinge erst nach einer Weile stabil, belastbar und beständig werden. Sei gut zu dir, und lass geschehen, was geschehen will.

Mit dem Spiel der Schatztruhe lade ich dich ein, dein Leben in seiner Gesamtheit, als Lebenslinie, zu betrachten. (Deine Rollen kennst du ja schon aus dem Februar-Spiel). Schau dir Deine Schätze entlang deiner Lebenslinie an. Welche Prägung haben deine Münzen? Welche Glaubenssätze stehen auf deinen Schriftrollen? Zu welchen Handlungsmustern treiben dich die Perlenketten?

Wir vergessen oft, auf welcher gewaltigen Schatztruhe wir stehen, gefüllt mit unseren reichen Erfahrungen, gewachsener Reife und Weisheit. Auf strukturierte Art die eigene Lebensgeschichte -sozusagen schwarz auf weiß – einzusammeln, bringt deine ganze Kraft zutage.

März – Das Spiel mit er Schatztruhe


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Endlich, der zweite Februar, die Morgendämmerung!

Heute ist der Tag, an dem uns die Sonne nun jeden Morgen früher begrüßt. Die frische neue Energie ist spürbar und das muntere Gezwitscher der Vögel erfüllt die Luft.

Das Neue(jahr) beginnt.
Der Februar bringt viele Mythen, Geschichten und Traditionen mit sich. So kennen wir aus der christlichen Tradition den Tag als Maria Lichtmess und dank Hollywood wissen auch viele das heute der Murmeltiertag ist, aber es ist auch die die Zeit von Frau Holle und Jack Frost, Karneval und Imbolc.

Hast du eine Februar Tradition oder Geschichte?

Wusstest du, dass der Name »Februare« auf lateinisch reinigen bedeutet? So ist es wohl auch keine Wunder, dass es bei manchen dem natürlichen Rhythmus entspricht in dieser Zeit ein »Detoxing« einzuplanen. Nun werden endlich die letzten Reste der Weihnachtszeit in Kisten verbannt und du spürst das verlangen in allen Lebensbereichen „klar Schiff“ zu machen.

Zwar ist es und kann es noch einmal richtig frostig werden, aber vielleicht spürst du damit auch die neue Energie und Frische. Der Wunsch nach deftigen Essen wechselt in die Lust nach frischem, grünem, leichterem Essen. Es ist die Zeit, sich der „Winterröllchen“ zu widmen. Jeder hat so seinen eigenen Einstieg. Manche beginnen am  Aschermittwoch, andere wieder schwören auf den Februar-Vollmond um mit einer innerlichen Reinigung zu beginnen. Sicher ist aber, dass dich die neue Energie jetzt bei all deinen Vorhaben unterstützt.

Der Februar ist aber nicht nur die Zeit der Reinigung, sondern auch der persönlichen inneren Planung. Schließe nun »Liegengebliebenes« ab. Es zählt das JETZT! Nutze die Zeit der Frische und Klarheit zu einem Neubeginn.
Vielleicht ist jetzt die Zeit für dich, dir über dich und deine verschiedenen Rollen und Spielplätze Gedanken zu machen.  
Es macht tatsächlich Spaß sich klar zu werden, wer man ist und vor allem wer man sein will. Den…

»…allem Anfang wohnt ein Zauber inne …«

Jeder von uns hat in seinem Leben so viele Rollen. Manche davon sind uns von Geburt aus gegeben andere mit der Zeit gewachsen, geblieben und/oder verschwunden.
Mich bringen Sätze wie „Irgendwie bist du nicht du selbst“ oder „Ich habe dich anders in Erinnerung“ von Zeit zu Zeit ins Wanken. Wer hört schon gerne, dass er nicht mehr er selbst sei?

Mach mit beim Februar-Spiel:
Bühne frei für dein Theater des Lebens

Finde heraus, welche Rolle(n) du spielst, was oder wer in deinem Leben eine Rolle spielt und vor allem welche DU in Zukunft spielen willst.


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Für mich, ist der Januar der gefühlt längste Monat des Jahres.

Stimmst du mir zu?

Pünktlich zu Neujahr, fasse ich jährlich den Entschluss, endlich meine ‚guten Vorsätze‘, mehr Sport zu treiben, eine Diät anzufangen und prinzipiell gesünder leben, in die Tat umzusetzen. Voll mit »Neujahrsenergie«, Motivation und Elan, stürze ich mich ab dem 02. Januar in meine Vorhaben. Die erste Woche klappt ganz gut. In der zweiten Woche wandern schon wieder kleine ungesunde Dinge in den Einkaufskorb und in der dritten Woche ist es eigentlich viel zu kalt, um zum Sport raus zu gehen. So bin ich also bereits Mitte des Monats frustriert und unausgeglichen. Schlimmer noch: Meine »Jahresanfangsenergie« ist total verpufft.

Wie kann das sein?

Der Januar ist der kälteste Monat und steht von alters her für Stille, Ankommen und Einkehr sowie für »Janus«, dem Herrscher der Zeit. Mit seinen beiden Gesichtern blickt er sowohl in die Vergangenheit als auch in die Zukunft. In der Natur ist alles auf seine wesentliche Struktur reduziert. Die Pflanzen und Tierwelt haben ihre Energie heruntergefahren und sind in der Ruhephase. Draußen gibt es jetzt nicht viel zu tun. Die Natur ist im Umwandlungsprozess. Das Neue wird noch vom Alten überlagert und kann noch nicht erwachsen.

Alleine dieser Umstand zeigt mir auf, dass meine gefassten Vorsätze nicht dem natürlichen Rhythmus der Natur und auch nicht dem Rhythmus in mir entsprechen. Somit ist es eigentlich kein Wunder, dass die Januar-Vorhaben zum Scheitern verurteilt sind. Auch schon deshalb, weil unsere Ernährungsgelüste eher zu wärmenden, sättigenden und Kraft gebenden deftigen Speisen tendieren. 😉

Viel gescheiter wäre es, wenn wir tatsächlich das Ende des Dezembers dazu nutzen würde, das Neue zu planen. Aber was machen wir stattdessen? Wir laufen gehetzt von einer Anforderung zur nächsten, um irgendwie die Weihnachts-Feiertage zu „überstehen“ und schwupps, steht bereits Silvester vor der Tür. Und wieder sind wir im Organisationsmodus. Das hat zur Konsequenz, dass wir am Ende des Jahres nicht nur erschöpft sind, sondern uns mehr und mehr von uns selbst entfernen. Wir sind weder in der Lage, die eigentlichen „ruhigen“ Tage zwischen den Jahren zu nutzen, um Kraft zu schöpfen, noch sich zu beantworten, wie man seine Zukunft gestalten will. Worauf will man bauen? Was darf bleiben? Was soll geändert werden?

Altes Wissen „sagt“, dass die letzten Tage des Jahres, die Zeit des ruhigen Reflektierens ist. Gedanken sollen sich setzen, langsam reifen dürfen. Der Januar ist also keinesfalls der Monat, indem auf dem Biegen und Brechen sofort alles umzusetzen ist.

Nein. Wie oben beschrieben, er ist der Monat des langsamen Angehens in der Akzeptanz, dass die Prozesse des Wandels und der Veränderung erst in Schwung kommen müssen. Auch in uns.

Mein Anliegen in diesem Jahr ist es dir Monat für Monat aufzuzeigen, wie man im Rhythmus der Natur bleibt und dadurch seine Vorhaben, sei es persönlicher oder beruflicher Art, besser umsetzen kann. Dazu nutze ich altes Wissen und neue, wissenschaftlichen Erkenntnisse aus der medizinischen als auch der neurobiologischen Disziplin.

Altes Wissen und neuste Erkenntnisse sind keine Gegensätze, sie ergänzen sich, so dass jeder im Rhythmus der Jahreszeiten (s)eine innere Stärke und Klarheit wiedergewinnen kann.

Ich werde dir jeden Monat etwas über den laufenden Monat erzählen und am Ende eine kleines Monatsspiel für dich einbauen.

»Hole dir hier das Januar-Spiel:
Dein Energiespeicher, den gerade jetzt sind
Verständnis und Fürsorge für den eigenen Energiehaushalt wichtig!«


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Wenn Du Tipps & Tricks oder auch Fragen an mich hast, oder etwas, mit mir Teilen möchtest, schreibe mir.
Ich freue mich auf deine Nachricht.

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